So viel Spaß

…für wenig Geld 🙂 Tolle Sachen aus Papier:

das dritte Leben der Elsanachthemdpappe 🙂

Verpackungsmaterial.

uuuund, schon etwas älter, neu entdeckt –  aus einer alten Pizzapappe geschnittenes Lenkrad fürs „Auto“. Das ist einfach in der Klappe unter der Spüle, ein alter Griff noch innen angeschraubt, damit Kind die Tür zumachen kann von innen.

ansonsten lassen wir es ruhig angehen. Zum Glück gibt es mehrere Stellen bei uns in der Gegend, wo wir einfach so mal Wasser plantschen gehen können. Und ihr so? 😉

die Müllvermeider

Lebensmittel! Online!

Hallo ihr Lieben,

lange hat sich hier nichts getan, aber heute kommt mal wieder ein kurzer Einblick in unser verpackungsarmes Einkaufen.

Kräuterbutter geht ganz einfach, nur ein bisschen Zeit zum Schnippeln sollte man mitbringen (oder einfach jemand anderen dazu anstellen ;)). Viele Wildkräuter kann man auch auf der Wiese sammeln.
Der zweite Artikel im  Bild ist da schon schwieriger zu erklären. Klar – Wurstprodukte gehören zu dem Schlimmsten, was man der Umwelt antun kann (Tierschutz, Wasserverbrauch, Verpackung,…). Nun essen wir aber gerne auch mal ein bisschen Salami. Nicht nur die eine Sorte von lokalen Anbieter. Und dann greifen wir zu heruntergesetzten Produkten. Uns leitet dabei der Grundsatz: Wenn ich es heute nicht (zugegeben zum halben Preis) kaufe, dann landet es morgen in der Tonne – und zwar im Ganzen: Verpackung und Inhalt. Das ist Verschwendung! Zumal auch Containern (eben solche Lebensmittel, deren Mindeshaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, wieder aus dem Container zu retten) in Deutschland verboten ist und meist die Mülltonnen auch gar nicht zugänglich sind. Wenn ich das Produkt kaufe, habe ich erstens etwas zu essen und zweitens kann ich die Verpackung sortiert entsorgen und damit die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sie recyclet wird statt nur als Restmüll verbrannt zu werden.

Auch einfach gemacht sind Semmelbrösel. Bei uns fällt schon öfters ein Brotkanten oder ein altes Brötchen an – durch den Fleischwolf gedreht und schon gibt es neue Panade!
Eine neue Entdeckung der letzten Wochen: Naturlieferant. Bisher haben wir dort noch nichts bestellt, aber ich halte das für eine sehr gute Alternative zu unverpackt-Läden. Hat schon jemand dort etwas eingekauft?

Wir sind – wie immer – gespannt auf eure Kommentare,
die Müllvermeider

Kommunikation auf Augenhöhe

Heute geht es mal etwas ernster zu… Ehe ihr jetzt ganz laut motzt, dass das mit Müllvermeidung nicht mehr sehr viel zu tun hat, dann verweisen wir auf unser neues Schlagwort. In Zukunft werden wir wohl dazu mehr schreiben… denn materieller Müll ist nicht alles, was wir unter diesem Begriff verstehen.

Seit wir (vor allem die Müllvermeiderin, die ja meistens schreibt ;)) uns näher mit bedrfnisorientiertem Umgang beschäftigen, fällt uns so einiges in der Umgebung auf, was nicht mit unseren Vorstellungen vom Leben mit Kindern zusammenpasst. Ich bin zwar kein Fan von Negativ-Beispielen, aber manche Dinge sind eben besser anhand solcher erklärt.

Situation 1: Eine Mutter setzt ihr Einjähriges auf dem Spielplatz auf die Rutsche. Das Kind sitzt und schaut sich um. Nach einigen Aufforderungen, doch endlich zu rutschen, nimmt die Mutter das Kind mit den Worten „Warum rutschst du denn nicht?“ wieder herunter und setzt es in den Sandkasten. (Wohlgemerkt: es war niemand da, der auch an der Rutsche spielen wollte!)
Situation 2: Ein Opa setzt sich an der Haltestelle auf den mittleren Platz zwischen mich und seine zweijährige Enkelin. Nach einer Weile fängt das Kind an, an ihn sachte zu schubsen und zu rufen „Nein, Opa, geh runter“. Der Mann sagt (vermeintlich gutmütig) „So weit kommts.“, später dann „Da will wohl jemand kein Eis.“
Situation 3: Ein Großelternpaar setzt sich mit seiner schluchzenden, fünfjährigen Enkelin an den Tisch neben uns. Die Oma heischt es an: „Jetzt muss aber mal wieder gut sein.“ Das Mädchen schnieft und lässt den Kopf hängen. Dann schleift es die Oma hinter sich her zur Tafel, an der die Gerichte ausgeschrieben sind – die Enkelin humpelt sichtlich.

Was also verstehe ich unter „Kommunikation auf Augenhöhe“? Und warum leben wir diese?
A) Ich wende mich allen Kommunikationspartnern zu. Wenn ich mit meinem Partner rede, dann sehe ich ihm auch in die Augen statt über ihn hinweg. Bei Kindern ist mir das besonders wichtig, ich gehe oft zu ihnen in die Hocke oder hebe sie auf einen erhöhten Ort, damit wir reden können. Dann fühlen sich die anderen gesehen, wertgeschätzt und ernstgenommen.
B) Ich nehme den Eigensinn meines Gegenübers wahr. Wenn mein Partner eine andere Meinung als ich hat, dann diskutieren wir, was nun zu tun ist. Das gleiche gestehe ich Kindern zu. Meine Faustregel (abgeguckt von der wundervollen Nicola Schmidt): Wenn es um SICHERHEIT oder GESUNDHEIT geht, diskutiere ich nicht, sondern greife auch mal schnell ein (Stichwort Straßenverkehr z.B.). Kinder sehen und erleben die Welt ganz anders als wir Großen. Sie kennen ihre Regeln noch nicht. Sie kennen auch unsere Grenzen nicht (wir manchmal auch nicht ;)) Und sie haben ein Recht darauf zu begreifen, warum wir dies oder jenes so oder so tun.
C) Was ist mir wichtig? Das ist eine Frage, die Kinder immer wieder austesten. Und daher sollten wir auch authentisch antworten. „ICH will das nicht, weil…“ ist eine gute Alternative zu „das macht man nicht“.D) Der Verzicht auf Gewalt steht über allem. Dass man Kinder nicht schlägt (wie auch Partner!), das ist mittlerweile in vielen Köpfen angekommen. Dass aber bereits Drohungen eine Form von Gewalt sind, eher nicht. Woher weiß denn das Kind, ob es wirklich kein Eis bekommt, wenn es jetzt nicht „brav“ ist? Woher weiß es, dass Mama niemals ohne es nach Hause fahren würde, obwohl sie das angedroht hat? Kinder sind nicht dazu da (wie auch Partner oder Eltern oder oder), zu funktionieren und das zu tun, was wir wollen. Ihre Aufgabe ist es, die Welt selbst kennen zu lernen, sie zu hinterfragen. Wir dürfen sie dabei begleiten und werden selbst noch so einiges Neues lernen!
E) Wer gerade nicht aufnahmefähig ist, der braucht andere Sachen als verbale Kommunikation. Wer krank ist, braucht Bettruhe. Wer sich verletzt hat, braucht ein Pflaster – Kinder zuallererst körperliche Zuwendung! (Das senkt den Stresspegel.) Wer gerade im Flow ist (völlig vertieft in eine Sache), der braucht Zeit und Ruhe, dies auszuleben. Wer gerade die Gefühle kennen lernt, braucht Zeit, diese auszuleben und einen Anker, der einen zurück ins Hier und Jetzt holen kann. Wer seinen Körper noch beherrschen lernt, der braucht Zeit und Raum, dies zu tun (statt verbaler oder körperlicher „Hilfe“leistungen).

Wir haben schon mehrmals den Satz gehört „Diskutiert doch nicht so viel rum“ oder „Die hat euch ganz schön im Griff“. Das sehen wir anders. Wir leben Beziehung statt Erziehung. Und das funktioniert nicht, wenn wir weiterhin am Machtgefälle festhalten, also die Kommandeure sind über unsere Untergebenen, die Kinder! Wir wägen situativ ab, was wichtig ist und handeln danach. Manchmal stellen wir fest, dass diese Handlung doch besser anders ausgefallen wäre. Dann entschuldigen wir uns und haben daraus gelernt. Von außen sieht es vielleicht so aus, als würden wir viel zu oft nachgeben. Tatsächlich ist das unser Weg zu einem entspannten Miteinander. Wenn unser Frechfuchs völlig unterzuckert ist und nur noch herumschreit, dann gibt es eben doch noch ein Eis, obwohl schon fast Abendbrotzeit ist.

Natürlich sind wir keine Heiligen, auch wir haben Befindlichkeiten und Charakter. Wir schaffen es bei weitem nicht immer, so zu reagieren, wie wir es uns fest vorgenommen hatten. Aber warum das so ist, das ist wieder ein Thema für sich. 😉

So, nun seid ihr an der Reihe. Bitte kommentiert, was das Zeug hält, wir sind sehr interessiert, was ihr denkt!
die Müllvermeider

PS: Zu den angesprochenen Themen gibt es viele, viele schöne Blogbeiträge, die ich leider hier nicht alle verlinken kann.

Silvester und Neujahr

Wir sind Silvestermuffel. Schon immer gewesen. Nicht, dass wir nicht gern ein schönes Höhenfeuerwerk ansehen würden. Aber wir kaufen NIE etwas. Höchstens ein paar Wunderkerzen. Lieber sitzen wir gemütlich drinnen und spielen ein gepflegtes (oder auch ultrabrutales) Brettspiel.
Seit wir uns mit Müll beschäftigen, sind wir jedes Jahr wieder entsetzt, dass in unserer Stadt viele Leute ihren Müll einfach stehen lassen. Nicht nur die leeren Raketenhülsen, die man meist gar nicht mehr wiederfindet, sondern jemand ganz anderes auf seinem Balkon. Nein, da kann man genau sehen, wie der Abend bei anderen Leuten verlaufen ist. Erst haben sie die ganzen Umverpackungen abgemacht und liegenlassen. Abgebrannt haben sie die Böller und co etwas weiter weg, wo dann die Papphülsen der Batterien stehen neben Wunderkerzen, Sektkorken, den leeren Sektflaschen und am Ende womöglich noch dem leeren Feuerzeug. Leute, muss das sein?
Klar kommt nach Neujahr irgendwann die Stadtreinigung, Würde aber jeder seinen Müll wieder mitnehmen (und ordentlich trennen!), dann könnten die sich um andere, dringendere Dinge kümmern!
Aber naja, wie der Müllvermeider immer so schon sagt „Regen wir uns nicht auf über Dinge, die wir ohnehin nicht ändern können.“ Nein, wir beginnen das Jahr mit einem guten Vorsatz. Für alle Jahre, Für alle Neujahre. Der erste Spaziergang des Jahres soll in Zukunft mit Handschuhen und Mülltüten gestaltet werden. Denn wir alle sind ja irgendwie verantwortlich dafür, wie unsere Umwelt aussieht. 😉

Und damit ihr noch was zu schauen habt hier ein alternativer Baumbehang:

Aschenbrödel

die Müllvermeider

PS: Für die Statistik: Im Jahr 2016 fanden wir 11 Stofftaschentücher. Ordentlich, aber deutlich weniger als in den Vorjahren (14 und 16).

Wochenbett

Ihr Lieben,
seit dem Wochenende ist die schöne Zeit des Wochenbettes schon wieder vorbei. Unser kleiner Mondfuchs ist bereits acht Wochen alt! Kaum zu glauben. Das sind schon zwei Monate…
Ein bisschen graute der Fuchsmama vor dieser Zeit, denn es kann auch eine sehr müllintensive sein. Beim ersten Kind hatten sie noch Wegwerf-Stilleinlagen und dergleichen besorgt, aber die aus Stoff sind ja zum Glück alle noch da. Auch für das Fruchtwasser während der Geburt kamen Stoffbinden zum Einsatz (fast hätte die Hebamme eine einfach mit weggeworfen – Frechheit! ;)). Betteinlagen haben wir nur eine einzige verwendet, seitdem liegt immer ein großes Handtuch unterm Baby im Familienbett. 3x hat sich das bereits sehr gut bewährt… Feuchttücher benutzten wir ja sowieso nie und durch das Abhalten (Heureka! Durch die Hausgeburt fiel die mühsame Zeit des Beobachtens weg, da wir gleich nach 12 Stunden das Zeichen für Ausscheidungen sicher kannten!) brauchen wir ohnehin fast nur Toilettenpapier für die Pohygiene.
So gut es ging versuchten wir, die Zeit, die jetzt kommt vorzubereiten. Wie gut das geklappt hat, wissen wir erst später. Am Donnerstag ist Fuchspapas erster Arbeitstag mit 35h… Hier unten seht ihr zwei tolle Speed-Upcycling-Projekte aus dieser Zeit. Jetzt kann Frechfuchs bequem Laterne laufen und Mama bequemer Wäsche aufhängen.

Laternenstab Klammernkorb

Bis bald!

die Müllvermeider

Duschbad! So einfach, so genial!

Hallo ihr!

Schon seit einer Weile stand auf unserer Liste, einmal Duschbad selber zu machen. Aber irgendwie wurde und wurde unser Vorrat nicht alle. Aber nun war es so weit! Das Rezept geistert wohl auf einigen Blogs herum, daher hier kein direkter Link…

Wir haben hier verwendet: 3,84l Wasser, ein Stück gute Lavendelseife aus Frankreich und 2 Esslöffel pflanzliches Glycerin.
Zuerst haben wir das Wasser leicht köcheln lassen, darin die geriebene Seife aufgelöst, Topf vom Herd gezogen, das Glycerin kurz untergerührt und dann abgedeckt.

Duschbad Zutaten

Danach stand das Duschbad nochmal 24 Stunden zum „Setzenlassen“. Und hier ist das Resultat! 🙂

Duschbad fest

Knapp 3l festes Duschbad. Irgendetwas scheint da nicht ganz hingehauen zu haben… War es zuviel Glycerin? (habe nicht genau abgemessen, weil ich dachte, auf die Menge Wasser macht das keinen großen Unterschied) Oder die falsche Seife? Naja, jedenfalls habe ich das Ganze noch einmal erwärmt und durchgerührt, jetzt ist es in Flaschen verpackt. Die Konsistenz ist nicht homogen, mal sind recht große Klumpen, dazwischen wie lange Fäden, die sich nicht so gut verteilen lassen. Die Waschkraft ist allerdings super! Und der Duft nach französischem Lavendel auch.

Jetzt hoffen wir nur, dass das Duschbad auch aus den Flaschen wieder rauskommt….
Vielleicht hat ja jemand von euch eine Idee, was wir das nächste Mal verbessern könnten. Haben nämlich zum allerersten Mal überhaupt mit Glycerin gearbeitet.

Dann noch einen schönen Nachmittag,
die Müllvermeider